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Veranstaltung

3. Forum Lavanttal: Zukunftsregion Lavanttal – MINT und Bildungsstrategie im Fokus

Unter dem Leitthema „Zukunftsregion Lavanttal – MINT und Bildungsstrategie im Fokus“ fand am 11. Juni 2026 im KUSS Wolfsberg das 3. Forum Lavanttal statt. Rund 200 Vertreter:innen aus Bildung, Wirtschaft, Politik und Regionalentwicklung nutzten die Veranstaltung, um aktuelle Herausforderungen und Zukunftsperspektiven für die Region zu diskutieren.

Unter dem Leitthema „Zukunftsregion Lavanttal – MINT und Bildungsstrategie im Fokus“ fand am 11. Juni 2026 im KUSS Wolfsberg das 3. Forum Lavanttal statt. Rund 200 Vertreter:innen aus Bildung, Wirtschaft, Politik und Regionalentwicklung nutzten die Veranstaltung, um aktuelle Herausforderungen und Zukunftsperspektiven für die Region zu diskutieren. Den Auftakt bildeten die Begrüßung durch Bürgermeister Alexander Radl sowie die Einführung in die Zielsetzungen des Forums durch Mag. Johannes Gastrager, Geschäftsführer der RM Regionalmanagement Lavanttal GmbH.

Zukunftskompetenzen als Schlüssel für die Region

In der ersten Session stand die Frage im Mittelpunkt, welche Kompetenzen künftig für Wirtschaft und Gesellschaft besonders wichtig sein werden. Mag. Wolfgang Pucher von der Industriellen Vereinigung Kärnten präsentierte dazu zentrale Erkenntnisse aus dem Kompetenzradar 2024. 

Interaktive Publikumsabfragen zeigten deutlich, wo die Teilnehmenden den größten Handlungsbedarf sehen: Bei den fachlichen Kompetenzen wurde insbesondere die Digitalisierungskompetenz hervorgehoben, während bei den überfachlichen Kompetenzen ganzheitliches Denken und Problemlösungsfähigkeit an erster Stelle genannt wurden. Als wichtigste Handlungsfelder wurden moderne Bildungsinhalte sowie flexible und praxisnahe Ausbildungsangebote identifiziert. 

Im anschließenden Wirtschaftspanel diskutierten Dr. Elisabeth Wuggenig (Mondi Frantschach), Dipl.-Ing. Horst Jöbstl (SST) und Dipl.-Ing. Jürgen Jantschgi (HTL Wolfsberg) die Ergebnisse aus Sicht regionaler Unternehmen und Bildungseinrichtungen.

MINT-Region Lavanttal als Erfolgsmodell

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Entwicklung der MINT-Region Lavanttal. Monika Vuong-Tu, Programmleiterin des MINT-Service-Hubs der Austria Wirtschaftsservice GmbH, gab einen Überblick über die österreichischen MINT-Regionen und deren Bedeutung für die Fachkräftesicherung. Sie verwies auf den steigenden Bedarf an qualifizierten Fachkräften, insbesondere im Zusammenhang mit Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz und ökologischer Transformation.

Seit dem Start der Initiative im Jahr 2022 wurden österreichweit starke regionale Netzwerke aufgebaut. Aktuell gibt es 28 zertifizierte MINT-Regionen, die gemeinsam nahezu 40 Prozent der österreichischen Bevölkerung erreichen. Die Zahl der Partnerorganisationen stieg von 858 im Jahr 2025 auf 983 im Jahr 2026. Für die Zukunft seien eine stärkere Koordination der Regionen, gemeinsame Qualitäts- und Wirkungsstandards sowie der Austausch erfolgreicher Good Practices entscheidend. Die klare Botschaft lautete: „MINT-Region sein und bleiben.“

Anschließend präsentierte Stephan Stückler die Weiterentwicklung der MINT-Region Lavanttal. Nach einem Kurzfilm über die vielfältigen MINT-Aktivitäten an den Schulen der Region stellte er die Ziele bis zum Jahr 2036 vor. Dazu zählen die systematische Verankerung von MINT entlang der gesamten Bildungskarriere, die stärkere Sichtbarkeit technischer Berufe und Karrierewege sowie die gezielte Förderung von Mädchen und jungen Frauen in MINT-Ausbildungen. 

Ein besonderer Höhepunkt war die Verleihung der MINT-Region-Qualitätslabels an neue Partnerorganisationen. Zusätzlich zu den bisherigen Netzwerkpartnern konnten elf weitere Bildungs- und Wirtschaftspartner offiziell in die MINT-Region Lavanttal aufgenommen werden. 

Bildungsstrategie Lavanttal und Technologiepark als Zukunftsprojekt

Die dritte Session beschäftigte sich mit der Bildungsstrategie Lavanttal und der zukünftigen Positionierung des Technologieparks Lavanttal. Mag. Johannes Gastrager und Ing. Mag. Gerald Hackl präsentierten das laufende Strategieprojekt, das von April bis September 2026 umgesetzt wird.

Bereits zu Beginn des Projekts wurden Bildungsakteure aller Ebenen in Workshops eingebunden. Die gewonnenen Erkenntnisse werden derzeit gemeinsam mit Unternehmen weiterentwickelt. Ziel ist die Ausarbeitung einer abgestimmten Bildungsstrategie, die die langfristigen Bedarfe der regionalen Wirtschaft berücksichtigt und gleichzeitig den Technologiepark Lavanttal als Innovations- und Bildungsstandort stärkt.

Austausch, Vernetzung und gelebte MINT-Praxis

Den Abschluss des Forums bildete ein offener Ausstellungs- und Netzwerkbereich. An 13 MINT-Ständen präsentierten Bildungseinrichtungen ihre Projekte und Aktivitäten und luden die Besucher:innen zum Mitmachen und Ausprobieren ein. Die interaktiven Angebote ermöglichten einen praxisnahen Einblick in die vielfältigen MINT-Aktivitäten der Region und machten die Innovationskraft des Lavanttals sichtbar.

Bei kulinarischer Verpflegung und zahlreichen Gesprächen klang die Veranstaltung in entspannter Atmosphäre aus. Das 3. Forum Lavanttal zeigte einmal mehr, wie wichtig die enge Zusammenarbeit von Bildung, Wirtschaft und regionalen Akteuren ist, um die Region nachhaltig als MINT- und Innovationsstandort weiterzuentwickeln.