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Newsbeitrag

Wortuhr im Dialekt: Community-Projekt verbindet Handwerk, Elektronik und Programmierung

Wie spät ist es? Die neue Wortuhr des ByteClub beantwortet diese Frage nicht mit Zeigern oder Ziffern, sondern mit leuchtenden Wörtern im österreichisch-bayerischen Dialekt. Entstanden ist ein vielseitiges Community-Projekt, das 3D-Druck, Elektronik, Programmierung und individuelles Design miteinander verbindet – und neben der Uhrzeit noch einige Überraschungen bereithält.

Gemeinsam entwickeln, bauen und programmieren

Die Wortuhr wurde im ByteClub als gemeinschaftliches Open-Source-Projekt entwickelt. Dabei konnten unterschiedliche Erfahrungen und Fähigkeiten zusammenfließen: von der Gestaltung und Konstruktion des Gehäuses über den 3D-Druck einzelner Bauteile bis zur Elektronik und Programmierung.

Das Projekt zeigt damit sehr anschaulich, wofür der ByteClub und die MINT-Region Innviertel+ stehen: Menschen bringen eigene Ideen ein, lernen voneinander und entwickeln gemeinsam etwas, das nicht nur technisch funktioniert, sondern auch im Alltag Freude macht.

Die Uhrzeit im Dialekt

Anstelle einer klassischen Zeitanzeige beleuchtet die Uhr die passenden Wörter auf einer Buchstabenmatrix. Die Zeit wird in Fünf-Minuten-Schritten dargestellt und auf den jeweils nächstgelegenen Wert gerundet. Dadurch beträgt die maximale Abweichung nur zweieinhalb Minuten.

Beim Wechsel der Uhrzeit erscheinen die Wörter in einer farbigen Animation. Ein integrierter Helligkeitssensor passt die Leuchtstärke automatisch an die Raumhelligkeit an. Für die Nacht lassen sich sowohl die Animationen als auch die bunten Farben deaktivieren. Die Uhr zeigt die Zeit dann ruhig und dezent an.

Kalender, Erinnerungen und besondere Anlässe

Zusätzliche Symbole machen aus der Wortuhr einen persönlichen Alltagsbegleiter. So erinnert sie bereits am Vortag an die bevorstehende Abholung der Mülltonne.

Auch besondere Termine und Ereignisse können dargestellt werden. Dazu gehören:

  • Valentinstag
  • Hochzeitstag
  • bis zu fünf frei hinterlegbare Geburtstage
  • Vollmond
  • ein virtueller Adventkalender
  • das ByteClub-Logo als Erinnerung an den nächsten Stammtisch

Die verschiedenen Symbole werden passend zum jeweiligen Anlass farbig beleuchtet oder animiert. So werden wichtige Termine sichtbar, ohne dass dafür ständig ein Kalender oder das Smartphone geöffnet werden muss.

Steuerung bequem über das Smartphone

Über eine eigene Weboberfläche lässt sich die Wortuhr bequem mit dem Smartphone, Tablet oder Computer bedienen. Dort können persönliche Daten und Termine eingetragen sowie verschiedene Einstellungen angepasst werden.

Zusätzlich kann die Uhr als Ambientebeleuchtung genutzt werden. Farben und Helligkeit sind stufenlos wählbar und lassen sich direkt über die Weboberfläche steuern. Damit wird die Wortuhr am Abend zur individuell einstellbaren Lichtquelle.

Wenn eine Uhr plötzlich zur Spielkonsole wird

Weil eine beleuchtete Buchstabenmatrix noch deutlich mehr kann, wurden auch zwei Spieleklassiker integriert: „Snake“ und „Pong“ lassen sich direkt auf der Uhr spielen. Die einzelnen Leuchtfelder werden dabei zu Bildpunkten eines kleinen Spielfelds, während das Smartphone als Steuerung dient.

So wird aus der Uhr eine ungewöhnliche Spielkonsole – und aus einer zunächst spielerischen Idee ein anschauliches Beispiel dafür, wie Hardware, Software und Webtechnologien zusammenarbeiten.

Individuell erweiterbar

Auch beim Design bleibt die Wortuhr offen für eigene Ideen. Für den Rahmen kann handelsübliche Bilderrahmen-Meterware aus dem Baumarkt verwendet werden. Unterschiedlich hohe, 3D-gedruckte Füße ermöglichen eine individuelle Gestaltung und Aufstellung.

Die Rückwand trägt das ByteClub-Logo und lässt sich über Magnetverschlüsse einfach öffnen. Im Inneren befindet sich zusätzlich eine kleine Lochrasterplatine, auf der eigene elektronische Erweiterungen aufgebaut werden können.

Damit ist die Wortuhr kein abgeschlossenes Produkt, sondern eine offene technische Plattform. Programmierung, Konstruktion und Gestaltung können weiterentwickelt, verändert und an eigene Wünsche angepasst werden.

Ein Projekt, viele MINT-Bereiche

Die Wortuhr verbindet Informatik, Elektronik, Internet of Things, 3D-Druck, digitale Gestaltung und klassisches Handwerk in einem gemeinsamen Projekt. Gleichzeitig zeigt sie, dass Technik nicht nur funktional sein muss, sondern auch kreativ, persönlich und unterhaltsam sein kann.

Genau darin liegt die Stärke eines Community-Projekts: Nicht eine einzelne Person muss alles können. Entscheidend ist, dass unterschiedliche Menschen ihre Fähigkeiten einbringen, Wissen weitergeben und gemeinsam aus einer Idee etwas Neues entstehen lassen.

Weitere Informationen zum ByteClub und zu den regelmäßigen Treffen gibt es unter www.byteclub.at.