3D-gedruckte Spritzgussformen: Neue Wege im Prototypenbau
Kann ein 3D-Drucker klassische CNC-gefräste Spritzgussformen ersetzen? Im InnRaum³ wurde genau dieser Frage gemeinsam mit einem Maker nachgegangen. Das Projekt zeigt, welches Potenzial die additive Fertigung bereits heute für den Formenbau und die Entwicklung von Prototypen bietet.
Im InnRaum³ des Raiffeisen Techno-Z Schärding wurde gemeinsam mit einem Maker ein spannendes Praxisprojekt zur additiven Fertigung umgesetzt. Ziel war es zu untersuchen, ob sich Spritzgussformen für individuelle Tastenkappen mechanischer Tastaturen nicht nur konventionell per CNC-Fräse, sondern auch mithilfe eines SLA-3D-Druckers aus hochtemperaturbeständigem Resin herstellen lassen.
Im Mittelpunkt des Projekts stand dabei bewusst nicht das fertige Kunststoffbauteil, sondern der Formenbau selbst. Die Versuche zeigten, dass sich selbst komplexe Spritzgussformen innerhalb kurzer Zeit fertigen lassen. Dadurch können Entwicklungszeiten deutlich verkürzt und neue Ideen wesentlich schneller erprobt werden.
Auch wenn sich das Verfahren derzeit noch nicht für jede Anwendung eignet, verdeutlichen die Ergebnisse das große Potenzial additiver Fertigungsverfahren im Prototypenbau und bei Kleinserien. Insbesondere in der Produktentwicklung können 3D-gedruckte Werkzeuge künftig eine interessante Ergänzung zu klassischen Fertigungsmethoden sein.
Solche Projekte stehen exemplarisch für die Arbeit des InnRaum³ und der MINT-Region Innviertel+. Neue Technologien werden nicht nur vorgestellt, sondern unter realen Bedingungen erprobt und gemeinsam mit Unternehmen, Makern und Bildungseinrichtungen weiterentwickelt. So entstehen wertvolle Praxiserfahrungen, die Innovation greifbar machen und den Wissenstransfer zwischen Wirtschaft, Forschung und Bildung fördern.
